Wenn Literatur lebendig wird
Lesungen bei MünchenMusik & MünchenEvent
Literatur – ein unglaublich weites Feld. In einem Buch, einem Text oder manchmal schon in einem einzigen Satz können ganze Welten stecken. Sprache verbindet, schafft neue Ideen und ermöglicht es uns, Gedanken mit anderen zu teilen. Bücher bringen diese Ideen zu Papier und machen sie für Menschen auf der ganzen Welt zugänglich.
Noch schöner ist es, die Geschichten und Gedanken, die wir gelesen haben, mit anderen zu teilen und sich über sie auszutauschen. Aber mal ehrlich: Viel zu selten kommt es vor, dass man ein Buch gemeinsam liest oder sich einem Buchclub anschließt. Die Lesungen bei MünchenMusik und MünchenEvent machen dieses gemeinsame Erleben von Literatur auf besondere Weise möglich: Sie bringen Menschen zusammen, eröffnen neue Perspektiven und schaffen Raum für Austausch. Umso eindrucksvoller, wenn große Stimmen den Worten Leben einhauchen.
Große Stimmen, große Geschichten
Was schreiben Menschen auf, wenn niemand mitliest?
In die spannenden Tagebucheinträge aus „Diaries of Note“, zusammengetragen von Shaun Usher, kann das Publikum am 8. November 2026 im Prinzregententheater eintauchen. Iris Berben, Anke Engelke, Louis Hofmann und Devid Striesow bringen die berührendsten, witzigsten und ehrlichsten Tagebucheinträge auf die Bühne – ein literarischer Abend voller persönlicher Momentaufnahmen und überraschend menschlicher Perspektiven. Mit ihrer langjährigen schauspielerischen Erfahrung lassen sie die Geschichten und ihre ganz unterschiedlichen Stimmen auf der Bühne lebendig werden.
Eine ganz andere Perspektive auf eine Geschichte entsteht, wenn ihre Autorin oder ihr Autor sie selbst auf die Bühne bringt. Das zeigen auch die folgenden vier Veranstaltungen, bei denen erfolgreiche Autoren Einblicke in ihre neuesten Werke geben.
Zwischen Glanz und Zweifel
Nach dem Erfolg ihres Debütromans „22 Bahnen“ präsentiert Caroline Wahl am 18. Oktober 2026 ihren neuen Roman „1999 Meter über dem Meer“. Mit Witz, Schärfe und emotionaler Tiefe erzählt sie von einer jungen Frau zwischen Freiheitsdrang, Selbstinszenierung und Sehnsucht. Im Prinzregententheater liest die Autorin aus ihrem neuen Roman und gibt Einblicke in eine Generation auf der Suche nach sich selbst.
Geschichten, die nachhallen
Intensive Geschichten und existenzielle Fragen stehen am 15. und 16. Januar 2027 im Prinzregententheater im Mittelpunkt, wenn Bestsellerautor Ferdinand von Schirach aus seinem neuesten Buch „Der stille Freund“ vom Tod und von Verbrechen, aber auch von Musik und Philosophie, von Zufällen und von der Zerbrechlichkeit des Daseins erzählt.
Über Macht, Verantwortung und Geschichte
Auch Daniel Kehlmann liest am 14. Februar 2027 im Prinzregententheater aus seinem neuen Roman „Afrika“. Vor dem Hintergrund des Berliner Winters 1884/85 verbindet er historische Ereignisse mit der Geschichte des Legationsrats Strinetzky und zeigt, wie Verantwortung, Macht und koloniale Vergangenheit bis in die Gegenwart nachwirken.
Literatur im Zusammenspiel mit Musik
So unterschiedlich die Geschichten und ihre Autorinnen und Autoren auch sind, eines verbindet diese Veranstaltungen: Im Mittelpunkt stehen die Worte selbst. Bei anderen Lesungen kommt eine weitere Kunstform hinzu – die Musik. Sie begleitet die Geschichten und schafft gemeinsam mit ihnen ganz eigene Bühnenformate.
Große Gefühle und feiner Esprit
Das zeigt sich auch bei der musikalischen Lesung rund um „Bridgerton“: Bestsellerautorin Julia Quinn liest am 19. Dezember 2026 in der Isarphilharmonie aus ihren weltberühmten „Bridgerton“-Romanen. Begleitet vom Hokkaido Quartett entsteht ein atmosphärischer Abend voller Romantik, Humor und englischem Gesellschaftsflair.
„Berta, das Ei ist hart!“
Die großen und kleinen Herausforderungen zwischenmenschlicher Beziehungen bieten seit jeher Stoff für Literatur – und natürlich für Humor. Partnerschaftliche Herausforderungen hat Loriot in seinen legendären „Szenen einer Ehe“ auf den Punkt gebracht. Nach zahlreichen ausverkauften Abenden geht das erfolgreiche Programm nun in die nächste Runde: Als Hommage an den humoristischen Großmeister finden sich am 11. Oktober 2026 mit Senta Berger und Friedrich von Thun zwei Bühnen- und Filmgrößen zusammen, um diesen Momenten Leben und Lachen einzuhauchen – begleitet von der Akkordeonistin Maria Reiter.
Weihnachten auf Bayrisch
Wer es etwas weihnachtlicher haben möchte, kann sich am 16. Dezember 2026 einer musikalischen Lesung Ludwig Thomas „Heiliger Nacht“ widmen. Unnachahmlich volksnah hat der Autor die Weihnachtsgeschichte in heimischer Mundart verfasst. Der durch seine unkonventionellen Predigten populäre Münchner Pfarrer Rainer Maria Schießler nimmt sich der Verse an diesem Abend an und sorgt für eine Andacht der anderen Art. Musikalisch begleitet wird die Lesung vom Werdenfelser Dreigsang sowie der Familienmusik Elisabeth Rehm und verbindet die bayerischen Verse mit weihnachtlichen Klängen.
Der Vorhang fällt
Auch Literatur, die ganze Epochen wieder lebendig werden lässt, findet ihren Weg auf die Bühne. Fans der Serie „Babylon Berlin“ sollten die Lesung mit Benno Fürmann und dem Moka Efti Orchestra am 20. oder 21. März 2027 nicht verpassen. Gemeinsam präsentieren sie mit „Der Vorhang fällt“ ein neues Bühnenprojekt nach Volker Kutscher, mit Auszügen aus seinem Roman „Märzgefallene“. Inspiriert von der Erfolgsserie verbindet die Veranstaltung Literatur, Musik und die Atmosphäre der frühen 1930er Jahre zu einem intensiven Konzerterlebnis. Das Moka Efti Orchestra knüpft musikalisch an seinen unverwechselbaren Stil an und erweitert ihn zugleich um neue, eigens für dieses Projekt komponierte Stücke, zwischen Jazz, Chanson und orchestraler Wucht.
Ob große Schauspielstimmen, Bestsellerautoren oder das Zusammenspiel von Literatur und Musik: Die Vielfalt der Lesungen zeigt, wie unterschiedlich Geschichten ihren Weg auf die Bühne finden können. Mal stehen persönliche Worte im Mittelpunkt, mal große Romanwelten, mal Humor oder historische Ereignisse. Eines aber verbindet sie alle: die Kraft guter Geschichten.