Daniel Kehlmann
liest aus seinem neuen Roman: „Afrika“
Daniel Kehlmann liest im Prinzregententheater aus seinem neuen Roman „Afrika“. Vor dem Hintergrund des Berliner Winters 1884/85 verbindet er historische Ereignisse mit der Geschichte des Legationsrats Strinetzky und zeigt, wie Verantwortung, Macht und koloniale Vergangenheit bis in die Gegenwart nachwirken.
Sonntag, 14. Februar 2027
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Daniel Kehlmann
Afrika
In seinem neuen Roman „Afrika“ führt Daniel Kehlmann in das Berlin des Winters 1884/85: Auf Einladung Bismarcks beraten Vertreter europäischer Staaten, der USA und des Osmanischen Reiches über Handel, Besitzansprüche und die Regeln kolonialer Expansion – ohne afrikanische Beteiligung. Währenddessen kämpft der österreichisch-ungarische Legationsrat Strinetzky mit einem drohenden Betrugsskandal, Geldsorgen und einem Duell. Ein Roman, der zeigt, wie Verantwortung sich in Verfahren auflösen kann und der mit seiner Komik den Blick auf die Banalität richtet, mit der Geschichte gemacht wird.
Im Prinzregententheater liest der Autor aus dem Buch und spricht darüber, wie Literatur historische Wirklichkeit verwandelt und die koloniale Vergangenheit in die Gegenwart hinein sichtbar macht. Der 1975 in München geborene Autor lebt in Berlin und New York. Mit „Die Vermessung der Welt“ gelang ihm einer der größten Erfolge der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. „Tyll“ stand 2020 auf der Shortlist des „International Booker Prize“; die englische Ausgabe von „Lichtspiel“ stand 2026 ebenfalls auf der Shortlist und sorgte international für Aufsehen.